Projekt-Angebot: Testingenieur Fahrzeugsoftware (m/w)

Tätigkeit im Projekt:

* Erstellung und Durchführung von funktionalen Tests
* Einsatz aller „in-the-loop“-Testumgebungen (MiL, SiL, PiL, HiL)
* Zum Einsatz kommen spezielle Prüfaufbauten sowie das Fahrzeug
* Arbeit im Projektteam

Erforderliche Qualifikationen:

* Ingenieur der Fachrichtungen Elektronik oder Informatik
* Gute Kenntnisse im Test von Steuergeräte-Software für den Automotivbereich
* Gute Kommunikationsfähigkeit
* Erfahrung im Umgang mit: ClearCase, ClearQuest, Visual C, CANalyser, CANape

Weitere Details zum Projekt:

* Einsatzort: Stuttgart
* Beginn: 18.05.2016
* Laufzeit: ca. 6 Monate mit Option auf Verlängerung
* Anzahl Mitarbeiter: 1
* Heimarbeit möglich: nein
* Stundensatz: 78 Euro

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Das Original-Inserat finden Sie hier.

Owncloud Updates

ownCloudIm Freelancer Blog hatten wir das Thema schon einmal aufgegriffen. An den Rückfragen merken wir aber, dass das Thema Owncloud-Update immer noch mit vielen Fragezeichen behaftet ist. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass die Admin-Oberfläche zwar einen Menüpunkt „Updater“ enthält. Die Owncloud-Programmierer scheinen dieses Feature allerdings für etwas einigermaßen Überflüssiges zu halten und stecken offenbar nur wenig Mühe in dessen einwandfreie Funktion. Einerseits ist das verständlich, denn die von den Machern propagierte manuelle Methode dauert weniger als 5 Minuten und funktioniert auf jeden Fall. Konsequenterweise sollte die Owncloud-Crew dann den Menüpunkt „Updater“ abschaffen und stattdessen die „Zu Fuß Methode“ deutlicher herausstellen.

Das manuelle Update im Allgemeinen:

  • Alten Owncloud-Ordner umbenennen
  • Das neue Paket entpacken
  • Den Ordner data und die config.php vom alten owncloud ins neue owncloud kopieren
  • Eigentümer und Berechtigungen des neuen Owncloud-Ordners ändern
  • Im Webbrowser owncloud aufrufen und das Update durchführen
  • Bevor man loslegt muss noch berücksichtigt werden, dass die Owncloud-Macher folgendes Prinzip eingehalten wissen wollen: Will man beispielsweise von Version 8.2.1 auf 9.0.0 updaten, muss zunächst auf die letzte 8er Version upgedatet werden. Erst danach kann man zur Version 9 wechseln. Das bedeutet konkret: Zunächst die Version 8.2.1 auf 8.2.3 updaten. Dann von 8.2.3 auf Version 9.0.0. Das hört sich etwas umständlich an, ist aber mit etwas Übung in wenigen Minuten erledigt.

    Dann noch ein Blick auf die Gegebenheiten, die dieser Beschreibung zu Grunde liegen. Wir beschreiben das Owncloud-Update auf Basis folgender, bei Mitgliedern der Freelancer Genossenschaft JARIVA sehr beliebten Konstellation:
    Dedizierter Webserver (LAMP) auf Basis der Linux-Distribution Debian.
    Um verschiedene Vhosts bequem administrieren zu können, wird das beliebte Admin-Panel ISPConfig eingesetzt. Daher ist hier z.B. von web12:client4 die Rede und nicht wie bei Debian üblich, von www-data.

    Im Einzelnen:
    Aktuellen Owncloud-Ordner umbenennen in owncloud.8.2.1
    Owncloud.8.2.3 Paket von Owncloud-Site herunterladen und im Webspace entpacken
    tar xjf owncloud-8.2.3.tar.bz2
    Eigentümerschaft des neuen Owncloud-Ordners ändern. chown -R web12:client4 owncloud
    Den Ordner data und die config.php aus der alten Version ins neue Owncloud kopieren:
    cp -r owncloud.8.2.1/data owncloud
    cp owncloud.8.2.1/config/config.php owncloud/config

    Das weiter unten aufgeführte Skript für die Änderung der Berechtigungen auf den Webserver laden und ausführbar machen. Z.B. speichern unter /root/scripts/oc_privileges.sh
    Ausführbar machen mit chmod u+x oc_privileges.sh
    Manuell ausführen: bash /root/scripts/oc_privileges.sh

    Im Webbrowser Owncloud aufrufen und das Update durchführen.
    Apache restarten: /etc/init.d/apache2 restart
    Wenn das Update durchgelaufen ist, kann der Vorgang wiederholt werden, um auf die Version 9.0.0 upzudaten.

    Das Berechtigungsänderungs-Skript: (Auch zu finden auf der Owncloud-Seite)

    #!/bin/bash
    ocpath=’/var/www/client4/web12/web/owncloud‘
    htuser=’web12′
    htgroup=’client4′
    rootuser=’root‘

    find ${ocpath}/ -type f -print0 | xargs -0 chmod 0640
    find ${ocpath}/ -type d -print0 | xargs -0 chmod 0750

    chown -R ${rootuser}:${htgroup} ${ocpath}/
    chown -R ${htuser}:${htgroup} ${ocpath}/apps/
    chown -R ${htuser}:${htgroup} ${ocpath}/config/
    chown -R ${htuser}:${htgroup} ${ocpath}/data/
    chown -R ${htuser}:${htgroup} ${ocpath}/themes/

    chown ${rootuser}:${htgroup} ${ocpath}/.htaccess
    chown ${rootuser}:${htgroup} ${ocpath}/data/.htaccess

    chmod 0644 ${ocpath}/.htaccess
    chmod 0644 ${ocpath}/data/.htaccess

    Raspberry Pi mit HiFi-Berry DAC+. HighEnd Zuspieler auch für betagte HiFi-Anlagen.

    Kodi_zeigt_Live-TVEine der beliebtesten Anwendungen für den Raspberry Pi ist das Mediacenter Kodi (ehemals XBMC). Videos aus Mediatheken anschauen oder auch Live-TV, – alles kein Problem. Einzig der Sound war beim Pi immer schon nur Normalmaß. Gute Radioqualität. HiFi-Freunde vermissten aber Transparenz und klare Höhen. In Sachen Sound war also noch Luft nach oben.

    Anfang 2015 stellte dann die Zeitschrift c’t den HiFi-Berry DAC+ vor. Ein Digital Analog Converter (DAC) der einfach auf die 40-polige GPIO-Leiste des Pi gesteckt wird. Ein wenig Konfigurationsarbeit ist noch nötig, dann kann der Pi mit der Wohnzimmer-HiFi-Anlage verbunden werden. Der Sound: Beeindruckend! Glasklare Höhen, wuchtige Bässe und ein wunderbar transparenter Klang. Als hätten vorher Wolldecken vor den Lautsprechern gelegen. Besonders deutlich wird das an Klangbeispielen mit nur wenigen und nicht elektronischen Instrumenten. Beispielsweise Mediterranean Sundance. Ein Stück der Gitarren-Virtuosen Paco de Lucia und Al di Meola. Jedes umsetzen der Finger am Bund der Gitarre ist als Rutsch über die Saiten zu hören. Alles sehr präsent und druckvoll. Eine gute HiFi-Anlage vorausgesetzt ist die Aufrüstung des Raspberry Pi mit dem HiFi-Berry DAC+ eine gute und vor allem preiswerte Investition.

    Wer seine CDs im verlustfreien Flac-Format rippt und z.B. auf einem NAS ablegt, schafft sich eine bequem bedienbare HiFi-Jukebox. Und dann gibt es natürlich noch die schier unüberschaubare Menge an Internetradios. Mit Shoutcast und IceCast kann man sich die zum eigenen Musikgeschmack passenden Sender heraussuchen und so filtern, dass z.B. nur Sender gezeigt werden, die mit 256 oder 320 kbps streamen. Icecast streamt sogar im verlustfreien Flac-Format.

    Projekt-Angebot: Informatik-Ingenieur (m/w) Projektleiter Montageprozesse

    Tätigkeit im Projekt:

    * Konzeption und Realisierung von IT-Löungen für Montage und Fertigung
    * Weiterentwickeln vorhandener IT-Lösungen zur Steuerung und Überwachung von Fertigungs- und Montageprozessen incl. Anbindung an SAP (CAA / Computer Aided Assembly)
    * Inbetriebnahme und Betreuung der entwickelten IT-Lösungen
    * Arbeiten in interdisziplinären, projektübergreifenden Teams
    * Belegbare Erfahrung in der Führung von Projektteams

    Erforderliche Qualifikationen:

    * Projekterfahrung im Umfeld der Fabrikautomatisierung
    * Fundierte Programmierkenntnisse in C, C++, Java
    * Betriebssystemkenntnisse in Linux
    * Datenbankkenntnisse in Oracle und mySQL/MariaDB
    * Kenntnisse in Automatisierungstechnik (einschl. SPS-Systeme)
    * Gute SAP-Kenntnisse. Insbesondere CAA
    * Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift

    Weitere Details zum Projekt:

    * Einsatzort: Salzgitter
    * Beginn: 01.03.2016
    * Laufzeit: ca. 4 Monate mit Option auf Verlängerung
    * Anzahl Mitarbeiter: 1
    * Heimarbeit möglich: nein
    * Stundensatz: 85 Euro

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    Papierloses Büro: Mit Linux noch ein wenig schwierig.

    Freelancer-Büro. CC-Foto_von_Domiriel. https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

    Freelancer-Büro. CC-Foto_von_Domiriel. https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

    Um den Sturm der Entrüstung abzufangen, muss die Überschrift gleich etwas eingeordnet werden. Linux ermöglicht es seit Langem, Dokumente direkt als PDF-Dateien auszugeben. Das ist in allen OpenOffice Programmen so und das ist in LibreOffice nicht anders. Bei Windows Systemen musste man sich für die gleiche Aufgabe Zusatzprogramme beschaffen. Gegen Bezahlung versteht sich. Bei der direkten Ausgabe von Dokumenten haben Linux-Nutzer seit langem einen Vorteil.

    Was die Überschrift meint, ist etwas anderes. Beispielsweise das Einscannen von Verträgen. Dafür bietet die IT-Industrie sehr praktische Dokumentenscanner. Ein bei Freiberuflern und kleinen Unternehmen beliebtes Gerät ist der Fujitsu ScanSnap iX500. Im deutschen Ableger des größten Online-Shops derzeit mit über 100 positiven Bewertungen und dem Etikett „Bestseller Nr. 1“ versehen. Im internationalen Shop über 2.500 positive Bewertungen.

    Fujitsu ScanSnap iX500. CC-Foto von TAKA@P.P.R.S https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

    Fujitsu ScanSnap iX500. CC-Foto von TAKA@P.P.R.S
    https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

    Googelt man nach der Linuxtauglichkeit, erfährt man, dass der Hersteller Linux links liegen lässt. Fujitsu liefert für Linux weder Treiber noch Anwendungsprogramme. Lediglich Apple und Windows-Nutzer erhalten Software. Aber: Die Community hat sich gekümmert. Rolf Bensch hat einen Treiber geschrieben. Er stellt ihn umsonst als PPA zum Download bereit.

    Vergleicht man nun die Benutzung des Scanners unter Linux mit der Nutzung unter Windows, fällt der Vergleich eindeutig zugunsten Windows aus. Hier hat sich Fujitsu ins Zeug gelegt und einen kompletten Workflow geschaffen. Ein 15-seitiger, doppelseitig bedruckter Vertrag wird in einem Durchgang gescannt, in PDF umgewandelt, komprimiert und als durchsuchbare PDF-Datei aufbereitet. Ideal für die Archivierung in einem papierlosen Büro.

    Das Gleiche bekommt man natürlich auch in Linux hin. Es ist aber ungleich umständlicher. Für die Anbindung der Hardware muss der erwähnte Treiber von Rolf Bensch her. Das funktioniert sehr gut. Für den oben beschriebenen Workflow gibt es aber derzeit kein vergleichbar gutes Programm. Zunächst muss man sich aus einer reichhaltigen Auswahl von Scan-Programm etwas passendes aussuchen. Damit erledigt man die Arbeit des Einscannens. In einem zweiten Schritt müssen die eingescannten Bilder ins PDF-Format konvertiert werden. In einem dritten Schritt erfolgt dann die Bearbeitung mit einer OCR-Software um durchsuchbare PDF-Dokumente zu erhalten. – Ein im Vergleich wesentlich höherer Zeit- und Arbeitsaufwand. In diesem Blog-Artikel wurde das ausführlich beschrieben.

    Vielleicht findet sich ein IT-Freelancer und erschafft den in Linux schon ewig vermissten PDF-Workflow. Alle Einzelkomponenten sind vorhanden. Sie müssten nur so gut verbunden werden, wie man es in dem Fujitsu-Windows-Programm bewundern kann. – In 2016 gibt es viel zu tun. Packen wir es an.

    Praxistest: VoIP im Freiberufler-Büro.

    Schnurlos VoIP-Telefon.

    Schnurlos VoIP-Telefon.

    Mittlerweile gibt es relativ preiswerte VoIP Schnurlos-Telefone. Beispielsweise das Gigaset S850A GO. Beim größten Online Händler kostet es derzeit ca. 86 Euro. Wir haben uns dieses Telefon im praktischen Einsatz eines IT Freelancer Büros angeschaut. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Insgesamt macht das Telefon eine gute Figur. Allerdings muss bei der Konfiguration manchmal Hand angelegt werden. Nach Auskunft der Gigaset Hotline wird es Plug and Play bei VoIP leider nicht geben.

    Das Telefon im Überblick:

  • Bis zu sechs Rufnummern (IP 1 bis 6) sind am Mobilteil konfigurierbar.
  • Jede Rufnummer kann einen eigenen Rufton erhalten.
  • Jede Rufnummer kann sowohl Sende als auch Empfangsverbindung sein.
  • Welche Rufnummer der Angerufene sieht, ist vor jedem Anruf wählbar.
  • Im Display wird angezeigt, wer anruft und welche eigene Rufnummer angerufen wird.
  • Drei Rufnummern können Anrufbeantwortern zugeordnet werden.
  • Übernahme der Kontakte von Smartphones per App. (Gigaset contacts)
  • Anrufbenachrichtigung am Smartphone per App. (Gigaset elements)
  • Konfiguration des Telefons per Assistenten am Mobilteil.
  • Umfangreichere Konfiguration per Browser über den Web Konfigurator.
  • Headset-Anschluss über 2,5 mm Klinkenstecker oder Bluetooth.
  • Strahlungsfrei im Eco DECT Modus.
  • Weitere Mobilteile können an der Basisstation angemeldet werden.
  • Fotos und Klingeltöne können auf das Telefon geladen werden.
  • Das Telefon kann auch am Festnetzanschluss betrieben werden.
  • Test-Konfiguration:

  • Anschluss: Telekom VDSL 50 All-IP Anschluss
  • Router: Telekom Speedport W921V
  • IP-Telefon: Gigaset S850A GO
  • Der LAN-Anschluss des Telefons befindet sich an der Basisstation. Wir haben die Basisstation an einen LAN-Port des Routers angeschlossen. Die Ladeschale benötigt lediglich einen Stromanschluss. Das Telefon kann so konfiguriert werden, dass es nicht funkt, wenn das Mobilteil in der Ladeschale steht. – Eco-Dect.

    Nach dem ersten Einschalten wird die neueste Firmware automatisch heruntergeladen und installiert. Im Vergleich mit VoIP-Telefonen älterer Bauart, ist die Konfiguration einfach und vergleichsweise schnell erledigt. Die wichtigsten Provider sind im Konfigurations-Assistenten voreingestellt. Im Prinzip ordnet man nur noch Telefonnummern den IPs des Telefons zu. Ein- und Ausgangsverbindungen können individuell konfiguriert werden. Schon die Einrichtung der zweiten Rufnummer geht zügig von der Hand.

    Portweiterleitung im Router für VoIP Telefon. Zum Vergrößern klicken.

    Portweiterleitung im Router für VoIP Telefon. Zum Vergrößern klicken.

    In unserem Fall mussten wir allerdings Hand anlegen. Eingehende Anrufe brachen nach ca. 30 Sekunden ab. Die Gigaset Hotline empfahl Portweiterleitungen zu konfigurieren und zwar sowohl am Router als auch über das Web Interface am Telefon.
    Portweiterleitung im Web-Konfigurator des Telefons. Zum Vergrößern klicken.

    Portweiterleitung im Web-Konfigurator des Telefons. Zum Vergrößern klicken.

    Außerdem kann es hilfreich sein, dem Telefon eine feste IP zu geben. Alternativ sollte die per DHCP vergebene IP auf eine lange Lease-Time eingestellt werden. Nach diesem Eingriff brachen die Telefonate nicht mehr ab. Was genau eingestellt wurde, zeigen die nebenstehenden Hardcopies. Anklicken vergrößert die Bilder.

    Zu erwähnen wäre noch, dass Fotos und Klingeltöne ins Telefon geladen werden können. Allerdings muss man dazu eine Windows Software von Gigaset verwenden. Zu allem Überfluss muss noch eine alte Version des .Net Frameworks installiert werden. Wer Windows nicht verwendet, müsste sich nur für den Upload von Fotos ein Windows installieren. Ein echtes Ärgernis. Wünschenswert wäre, das Gigaset den Upload von Fotos und Klingeltönen in den Web-Konfigurator integriert. Damit wäre man unabhängig vom PC-Betriebssystem.

    Wer zusätzlich zum VoIP-Telefon auf seinem PC ein sog. Softphone einrichten möchte, muss vorsichtig vorgehen. Insbesondere, wenn man darauf angewiesen ist erreichbar zu sein; wie es bei IT-Freelancern der Fall ist. Meldet man das Softphone nicht korrekt beim Provider an, kann es sein dass das Gigaset-Telefon seine Anmeldung beim Provider verliert. Es ist also angebracht, die Erreichbarkeit ständig im Blick zu haben. Testen tut not.
    Insgesamt hat das Gigaset VoIP-Telefon das Zeug, kleine ISDN-Anlagen, wie sie oft in Freiberufler-Büros zu finden sind, zu ersetzen. Der aus ISDN-Zeiten bekannte und seit einiger Zeit abgeschaffte Parallelruf, bei dem Telefone im Büro und z.B. das Handy zeitgleich klingeln, kann annähernd durch die Gigaset elements App ersetzt werden. Anrufe im Büro werden mit der App auf dem Handy angezeigt. So erfährt der Freelancer auch unterwegs, dass der Kunde versucht hat, ihn im Büro zu erreichen.

    Projektangebot: Softwareentwickler (m/w) Hardwarenahe Programmierung

    Tätigkeit im Projekt:

    * Weiterentwicklung von Software für Steuergeräte
    * Thema: Softwarelösungen für Fahrzeugantriebe – Powertrain
    * Arbeiten in interdisziplinären, projektübergreifenden Teams
    * Erprobung der Software durch Simulation und an Prüfständen

    Erforderliche Qualifikationen:

    * Sehr gute Kenntnisse in der Softwareentwicklung für Echtzeitsysteme
    * Langjährige Erfahrung im Bereich Embedded Control Systems
    * Software-Entwicklungsprozesse nach Automotive SPICE
    * Sehr gute Englischkenntnisse

    Weitere Details zum Projekt:

    * Einsatzort: Salzgitter
    * Beginn: 02.11.2015
    * Laufzeit: ca. 6 Monate mit Option auf Verlängerung
    * Anzahl Mitarbeiter: 1
    * Heimarbeit möglich: nein
    * Stundensatz: 78 Euro

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    VW-Krise

    VW-Bulli Spezial. CC-Foto von Prayitno. https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

    VW-Bulli Spezial. CC-Foto von Prayitno. https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

    Für IT-Freiberufler ist die Autoindustrie der Auftraggeber Nummer Eins. Rosig schienen die Aussichten. Bis vor 4 Tagen. Da gab es die ersten, noch wenig spektakulären Meldungen über Volkswagen. Was dann geschah, ist beispiellos. Vom Aushängeschild der Deutschen Wirtschaft zu einem Unternehmen, das ZDF-Nachrichtensprecher Claus Kleber im Heute Journal vom 21. September zum dümmsten Autobauer der Welt erklärte.

    VW Vorzugsaktie am 23.09.2015.

    VW Vorzugsaktie am 23.09.2015.


    Nicht nur Hohn und Spott muss Europas größter Autobauer seitdem ertragen. Auch der Börsenwert ist massiv eingebrochen. Rund 30 Milliarden Euro in drei Tagen. Das ist in etwa der Wert der Commerzbank. Und das Börsen-Schwergewicht VW zieht den gesamten deutschen Aktienindex mit in den Keller. Autobauer wie BMW und Daimler oder Zulieferer wie Continental werden von Anlegern gleich mit abgestraft. BDI-Präsident Grillo sieht gar das Image von „Made in Germany“ in Gefahr.

    Aber warum bricht der Mediensturm erst jetzt und in dieser massiven Gewalt los. Die amerikanische Umweltbehörde ermittelt immerhin seit Mitte 2014 gegen VW. Hat man damals davon etwas gehört oder gelesen? Einzig die von Ferdinand Piëch angestrebte Ablösung von VW-Chef Winterkorn war Thema. Vielleicht hätte man damals bei Herrn Piëch genauer nachfragen sollen.
    Und was ist mit der Autopresse? Hätte sie nicht damals schon berichten müssen? Derartige Themen scheinen aber im Auto-Journalismus keinen Platz zu haben. Lieber arbeitet man sich an Breitreifen, Spoilern und PS-Zahlen ab. Fachjournalismus auf dem Niveau von Modezeitschriften. Außerdem scheint hier eines in besonderem Maße zu gelten: Wes Brot ich ess des Lied ich sing. Autojournalisten werden von der Autoindustrie mit mehr als großzügigen Gratifikationen bedacht. 2013 hat das „Netzwerk Recherche“ in Zusammenarbeit mit Transparency International und der Technischen Universität Dortmund eine Kurzstudie vorgestellt. Darin wird aufgedeckt, welche unglaublichen Summen Autokonzerne für die „Pflege“ des Autojournalismus aufwenden. Beispielsweise für Luxusreisen zur Olympiade in Peking. Wer gut schmiert, der gut fährt. Das alte Sprichwort gilt hier fast wortwörtlich.

    In der aktuellen Diskussion gibt es aber auch konstruktive Vorschläge, wie derartige Unternehmenskrisen vermieden werden könnten. Ulrich Hocker, Rechtsanwalt und Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) schlug in einem Interview mit dem Deutschlandfunk eine Art firmeninternes Whistleblowing vor. Hätten Mitarbeiter die Möglichkeit, Bedenken zu melden ohne Nachteile erdulden zu müssen, dann hätte es die aktuelle VW-Krise gar nicht geben müssen. Eine Idee, die diskutiert werden sollte.

    Derweil können IT-Freelancer nur hoffen, daß dem Weltkonzern VW eine gute Lösung gelingt. Der Schaden wäre sonst auch für uns IT-Freelancer gar nicht abzuschätzen. Der Automotive-Bereich ist wirtschaftlich einfach zu groß und wichtig. Auch für die IT-Freiberufler Genossenschaft JARIVA.

    Geschäfte mit der Not der Flüchtlinge.

    CC-Foto von JeepersMedia. https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

    CC-Foto von JeepersMedia. https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

    Längst haben Menschen mit Gespür für gute Geschäfte die Flüchtlingskrise als Chance entdeckt. Insgesamt rund 10 Milliarden Euro hat die Bundesregierung für dieses Jahr eingeplant. Mehr als 1.000 Euro pro Monat kostet allein die Unterbringung und Versorgung eines Flüchtlings. Und Vizekanzler Gabriel rechnet in diesem Jahr mit einer Million Flüchtlingen. Zahlen, die geschäftliche Phantasien wecken. Das ARD Wirtschaftsmagazin PlusMinus stellte in seiner Ausgabe vom 16.09.2015 einen Abschleppunternehmer vor. Er kaufte ein leerstehendes Hotel und machte es kurzerhand zur Flüchtlingsunterkunft. In ihrer Not erteilten die Behörden die Genehmigung binnen Tagen. Im Interview preist der findige Unternehmer seine Mildtätigkeit, erwähnt aber auch lächelnd, dass schon ein wenig für ihn übrigbleibt. Die Kamera schwenkt dabei über Brusthaar und Goldkettchen.

    Die derzeitige Goldgräberstimmung ruft aber auch Interessenvertreter auf den Plan. Zum Beispiel den Präsidenten der Psychotherapeutenkammer. In der Tagesschau oder auch in der Apothekerzeitung schildert er sein Anliegen so: Schätzungsweise jeder zweite Flüchtling sei aufgrund von Kriegshandlungen und Flucht traumatisiert. Das müsse dringend psychotherapeutisch behandelt werden und zwar nicht erst in 15 Monaten, so lange dauert in der Regel die Bewilligung solcher Therapien, sondern umgehend. Die Krankenkassen müssten zahlen. Und die Bezahlung von Dolmetschern fordert der Lobbyist gleich mit ein. Schließlich spricht kaum ein Psychotherapeut arabisch. – Ungeahnte Geschäftsmöglichkeiten. Ein wenig so, wie nach dem Niedergang der DDR. Schamgefühl? Fehlanzeige. Schließlich will man nur das Beste für die Flüchtlinge. Ehrenamtliche Helfer erscheinen da wie Relikte aus einer vergangenen, besseren Welt.

    Für Freiberufler aus der IT-Branche ist die aktuelle Flüchtlingskrise aus mehreren Gründen ein Lehrstück. Zum einen wird deutlich, dass schlechte Lobbyarbeit schnell zum Bumerang werden kann. Zum anderen wird erkennbar, welche Politiker welche Interessengruppen unterstützen. Für Ärzte und andere Freiberufler setzte sich stets die FDP ein. Jetzt sind es die Grünen.
    Irgendwie ist man in diesen Zeiten froh, dass wir IT-Freelancer keinen Interessenverband haben. Fremdschämen würde sich mancher IT-ler, würde sich ein Lobbyist in seinem Namen derart schamlos an die Geldtöpfe drängen. Zwar mussten Psychoberufe schon immer für den einen oder anderen Psychiater-Witz herhalten. Gier gehörte bisher aber nicht zum Image.