Linux auf Arbeitsplatz-PCs: Hardware-Kosten.

In der Microsoft-Welt stehen wieder einmal große Änderungen an. Der grundlegende Support für Windows XP und Windows 7 ist ausgelaufen und Windows 10 steht kurz vor der Einführung. In solchen Zeiten rücken IT-Verantwortliche die Frage nach den Kosten in den Fokus. Welche Kosten sind für Hardware, Software und Schulungen einzuplanen? Und seit große Fachmedien ausführlich von LiMux, dem Wechsel der Stadt München mit ihren rund 15.000 PCs von Windows nach Linux berichteten, stellen nicht wenige IT-Entscheider auch die mehr als berechtigte Grundsatzfrage: Könnten wir auch auf Linux umstellen? Und was würde das kosten?

Was die Hardware-Kosten betrifft, ist die Frage recht einfach zu beantworten. Die Chance, dass ein Server, der bisher mit Windows betrieben wird, auch mit Linux funktioniert, ist außerordentlich groß. Bei Arbeitsplatz-PCs muss man schon genauer hinsehen. Der wahrscheinlich anspruchsvollste Fall wäre ein PC mit Multimedia-Fähigkeit. Z.B. weil er für Video und Telefonkonferenzen vorgesehen ist. Ob ein solcher PC auch mit Linux funktioniert ist aber auch recht einfach herauszufinden. Statt in Kompatibilitätslisten zu forschen lautet der pragmatische Ansatz: Den betreffenden PC mit einer Live-DVD starten und die Multimediafähigkeit einfach ausprobieren. Konkret: Man lädt eine sog. Live-DVD herunter und brennt sie als ISO-Image auf einen DVD-Rohling. Von dieser DVD wird dann der PC gestartet. Die Festplatte bleibt dabei unangetastet. Zwar dauert das Booten von DVD deutlich länger als der Start von Festplatte; man muss aber berücksichtigen, dass die Live-DVD die komplette Hardware des PC incl. der Internetanbindung erkennen und einbinden muss. Ist der Start geglückt, schaut man sich z.B. ein Youtube-Video an. Wenn Bild und Ton in Ordnung sind, kann man die Funktion der Webcam überprüfen. Z.B. mit dem VLC-Media Player.

Welche Linux-Distribution ist nun am Besten für den Unternehmenseinsatz geeignet? Diese Frage haben Spezialisten der Genossenschaft JARIVA vor einiger Zeit beleuchtet. Ihre derzeitige Empfehlung ist Linux Mint mit der Cinnamon Benutzeroberfläche (Desktop). Die Bedienung ähnelt der von Windows 7 und die Betriebssystem-Basis liefern die stabilen Distributionen Debian/Ubuntu. Nicht umsonst rangiert Linux Mint in der Beliebtheitsstatistik ganz oben. Für den Hardware-Test eignet sich der Download von Linux Mint Cinnamon 32 oder 64 Bit mit Multimedia Support, also mit allen Codecs.

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