IT-Freelancer und die Krim-Krise

Bundeskanzlerin Merkel. CC-Foto von Glyn Lowe Photoworks. http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de

Bundeskanzlerin Merkel. CC-Foto von Glyn Lowe Photoworks. http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de

Vor einiger Zeit postete ein Leser einen Kommentar zu einem sozialpolitischen Beitrag des Freelancer-Blog. Darin zeigte er sich überrascht, dass ein Blog für Freiberufler politische Themen aufgreift. Unterschwellig klang mit, dass sich IT-Freelancer doch lieber mit Fachthemen befassen sollten. Wir sehen das anders und wollen unsere Sicht an dem aktuellen Thema der Krim-Krise verdeutlichen.

IT-Freelancern geht es gut, wenn es der Wirtschaft gut geht. Haben die Unternehmen Aufträge, dann gibt es auch Beschäftigung für Freiberufler. Anders herum, sind Freiberufler und Leiharbeiter die Ersten, die den wirtschaftlichen Abschwung spüren. Freiberuflern muss nicht aufwendig gekündigt werden. Der Auftraggeber lässt die Verträge einfach auslaufen.

DAX-Entwicklung vom 5. - 12.3.2014. Quelle: Deutsche Börse - Frankfurt.

DAX-Entwicklung vom 5. – 12.3.2014. Quelle: Deutsche Börse – Frankfurt.

Weil IT-Freiberufler derart abhängig vom konjunkturellen Auf und Ab sind, kann es uns nicht egal sein, wenn die Politik mit wirtschaftlichen Sanktionen droht. Schon jetzt brechen die Aktienkurse ein. In den letzten Tagen sank der deutsche Leitindex DAX deutlich. Treten tatsächlich wirtschaftliche Sanktionen in Kraft, wird die deutsche Wirtschaft mehr leiden als z.B. die amerikanische oder die polnische. Beide Länder fordern derzeit am lautesten nach harten wirtschaftlichen Sanktionen. Lässt sich die Bundeskanzlerin von den Verbündeten in Sanktionen drängen, wären die Verbündeten fein raus. Sie haben mit Russland und der Ukraine nicht annähernd das Handelsvolumen der deutschen Wirtschaft. Einzig die deutsche Wirtschaft würde leiden und in der Folge auch IT-Freelancer.

Auf der Münchener Sicherheitskonferenz haben Bundespräsident und Regierung eine Wende in der Außenpolitik skizziert. Deutschland will mehr Mitsprache. Jetzt hat die Regierung die Möglichkeit sich zu beweisen. Beugt sie sich dem Druck nach Sanktionen, steht sie gegenüber den USA und den ehemaligen Ostblockstaaten gut da. Allerdings würde Deutschland die Zeche bezahlen. Freelancer wären die ersten, die Sanktion unmittelbar in Form von Einkommensverlust spüren. Es bleibt also spannend, was nach dem Referendum auf der Krim geschieht. Der deutsche Außenminister hat bereits härtere Sanktionen angekündigt.

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