Fachkräfte-Genossenschaft JARIVA führt Tipp-Provisionen ein.

Gibt es Geschäfte, bei denen es nur Gewinner gibt? Es scheint so. Jedenfalls ist das die Sichtweise der Fachkräfte-Genossenschaft JARIVA. Die möchte die Bekanntheit ihres neuen Flatrate Tarifmodells fördern. Einen Tarif, der in der Personaldienstleistung bisher einmalig ist. Und sie möchte ihn mit einem Werbemodell fördern, wie ihn die Personaldienstleistung ebenfalls noch nicht gekannt hat. Dabei werden nicht etwa Key-Account Manager tätig, sondern die Fachkräfte selbst, die Freelancer. Sie sind ohnehin näher dran an den Unternehmen. Sie sollen eine Tipp-Provision erhalten, wenn es aufgrund ihrer Tipps zu einem Vertragsabschluss für die Flatrate kommt. Nach Auskunft von JARIVA erhalten nicht nur Genossenschaftsmitglieder die Provision, sondern auch Nichtmitglieder. Es müssen auch nicht unbedingt Freiberufler sein. Maßgeblich ist lediglich, dass es zu einem Geschäftsabschluss kommt. Dafür will die Genossenschaft dann immerhin 1.000 Euro überweisen. Eine stolze, und in der Branche bisher einzigartige Summe für eine Tipp-Provision.

Für Freelancer scheint dieses Werbemodell deshalb attraktiv zu sein, weil hier ein Produkt beworben wird, dass bei den Unternehmen ohnehin höchstes Interesse erfährt. Garantiert es doch erstaunliche Einsparungen bei der Beschäftigung externer Fachkräfte. Eine Beispielrechnung hat die Genossenschaft JARIVA auf Ihrer Homepage veröffentlicht.

Zurück zur Ausgangsfrage. Gibt es Geschäfte, bei denen es nur Gewinner gibt? Am Beispiel der beteiligten Akteure „Freelancer“, „Projektleiter“, „Einkäufer“ beantwortet die Genossenschaft das wie folgt:

Der Freelancer informiert den Projektleiter und/oder Einkäufer über das neue Tarifmodell der Flatrate. Nach Abschluss eines Vertrags erhält er 1.000 Euro Tipp-Provision.
Der Projektleiter profitiert von der Kosteneinsparung in seinem Projekt. Je nach Unternehmen macht sich das am Jahresende in Form einer Prämie bemerkbar.
Der Einkäufer profitiert ganz erheblich. Je mehr externe Fachkräfte er in den Flatrate-Tarif überführt, desto größer sind die jährlichen Einsparungen. Bei 20 in die Flatrate überführten Freelancern ergibt sich durchaus ein Betrag von 160.000 Euro an Einsparungen. Das honorieren Unternehmen auf jeden Fall.
Und schließlich noch der Blick auf die Unternehmen. Für sie wird die Beschäftigung externer Fachkräfte preislich günstiger. Je mehr Fachkräfte in den Flatrate-Tarif überführt werden, desto höher fallen die Einsparungen aus. Ein Nebeneffekt ist für Unternehmen ebenfalls von Bedeutung: Der Schutz vor Scheinselbständigkeit. Dadurch das JARIVA eine Genossenschaft ist, also eine Vermittlungsagentur, die den Freelancern selbst gehört, schützen sich Unternehmen vor dem Vorhalt der Scheinselbständigkeit. Der Fall eines Automobilzulieferers sorgte jüngst für Aufsehen.

Mit der Flatrate hat die Genossenschaft JARIVA ein Eisen im Feuer, das die Personaldienstleistungsbranche das Fürchten lehren könnte.

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